Vermischung verschiedener Inhalte sind ja stark in Mode. Hier vom Dallas Intro und den Star Wars Charakteren und irgendwie ist das alles ziemlich stimmig:
Vermischung verschiedener Inhalte sind ja stark in Mode. Hier vom Dallas Intro und den Star Wars Charakteren und irgendwie ist das alles ziemlich stimmig:
Klingt ja nach einem Skandal. Meiner Meinung nach ist das auch einer. Laut dem unten verlinkten Artikel, vergiften Hofer-Mitarbeiter in Wien Biotonnen mit durchaus noch brauchbaren Lebensmittel und sorgen dafür, dass hungernde Menschen oder Konsumkritiker damit durch Hofer Produkte Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt sind.
Ich empfehle zur weiteren Lektüre: Die Biotonnenvergifter
Edit: Offenbar wird nachdem zuerst schon der Filialleiter die Vergiftungsaktionen zu verteidigen versuchte, endlich der böse böse Mastermind gefunden: eine Putzfrau. Mehr unter Röchelnde Sandler
Der deutsche Finanzminister sagte sinngemäss, die schwarze Liste der Länder, die Steuerhinterziehung ermögliche, gäbe es nicht wirklich. Sie sei nur ein Instrument gewesen, um die Schweizer in Angst und Schrecken zu versetzen beziehungsweise zum Einlenken zu bewegen: Man brauche die Kavallerie nicht immer ausreiten zu lassen: “Die Kavallerie in Fort Yuma muss nicht immer ausreiten, manchmal reicht es, wenn die Indianer wissen, dass sie da ist.”
Dies führte zu einer ziemlichen (verständlichen) Erregung bei unseren schweizer Nachbarn. Man fühle sich vom Großmachtbestreben der Deutschen angegriffen und beleidigt. Der österreichische Bundeskanzler Feymann meinte zu diesem “Sager”, Steinbrück hätte wohl die falschen Wild-West-Filme gesehen und ist damit näher an dem eigentlich skandalösen Kern dieser Aussage dran als der Schweizer Boulevard.
Denn wenn man im Bild Steinbrücks bleibt, dann sind die Kavalleristen “die Guten” und die Indianer “die Bösen”. Jetzt gibt es zwei Ansätze: Entweder begibt sich Steinbrück ganz bewußt auf das Niveau von Kinderauseinandersetzungen im Hinterhof und zeigt, dass er einfach nur ein Großmaul ist oder er ist tatsächlich der Meinung, dass die amerikanischen Ureinwohner zurecht in Reservate gesperrt und fast ausgelöscht wurden. Dann, ist er einfach ein großmäuliger Genozidverharmloser.
So gesehen verwundert mich weniger die Reaktion der Schweizer als das Ausbleiben der Proteste all jener, denen der Völkermord an der amerikanischen Urbevölkerung am Herzen liegt.
Auf jeden Fall … sollte man Steinbrück ob seiner Großmäuligkeit die offensichtlich begehrte Aufmerksamkeit versagen … und alles andere für die nächsten Wahlen notieren.
Eine interessante Beobachtung mache ich in letzter Zeit bei all jenen Leuten, die bei irgendwelchen (vornehmlich familiären oder gesellschaftlich relevanten) Events “Erinnerungen” auf Video bzw. Foto festhalten.
Immer mehr macht es für mich nämlich den Eindruck, als würden gar keine Erinnerungen festgehalten werden. Als würde man das “Erinnern” an das Medium Foto bzw. Film delegieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein sagen wir Vater, der die Erstkommunion seines Jüngsten auf Video festhält, und dabei Blinkwinkel, störende Einflüsse, Lichteinfall, Batteriestand, Stolperfallen und Speicherkartenzustand im Auge behalten muss, wirklich die Erstkommunion erlebt.
Ein Erlebnis, an das man sich nicht mehr erinnern kann, weil man es nicht erlebt hat. Und der irrigen Meinung erliegt, eine Aufzeichnung dieses Events wäre dafür adäquater Ersatz. Ähnlich jener Leute, die diverse Lernmaterialien und “How-To”-Bücher kaufen, als wäre deren Erwerb mit dem Erwerb des Wissens gleich zu setzen.
Ob man sich nicht in späteren Jahren eher an die Aufzeichnung als an das Erlebnis selbst erinnern kann? Ob man überhaupt noch weiß, ob man bei der Hochzeit des Bruders noch etwas anderes gefühlt hat, als “verdammt, mir schläft bald die Hand ein – ich hätte mir ein Stativ kaufen sollen”?
Die österreichische Unterrichtsministerin liegt im Moment mit “ihren” Lehrern im Clinch. Sie hat ein Budget verhandelt, das es angeblich erforderlich macht, dass Lehrer 2 Stunden pro Woche länger in der Klasse stehen. Lehrer sehen darin eine schleichende Arbeitszeitverlängerung weil sie um jene Stunden, in denen sie zusätzlich in den Klassen stehen, andere Stunden nicht vorbereiten können. Und natürlich bedürfen auch jene zwei zusätzlichen Unterrichtsstunden Vorbereitungszeit.
Gewerkschafter sprechen von etwa 4 Stunden pro Woche Mehrarbeit (= 10 % Lohnkürzung), Manche von 2 Stunden pro Woche (= 5 % Lohnkürzung), Ministeriumsmitarbeiter von Optimierungsbedarf der Vorbereitungszeit (= seltsam). Deshalb: Große Aufregung. Aber um diese Diskussion soll es hier gar nicht gehen, sondern eher um eine Kommunikationsmerkwürdigkeit.
Im Zuge der Verhandlungen hatte Unterrichtsministerin Schmied vorgeschlagen, die Arbeitsbedingungen der Lehrer zu verbessern, nämlich (*trommelwirbel*): jeder Lehrer soll eine e-mail Adresse erhalten … und ein Netbook.
Zuerst mal klingt das alles so herrlich unbedarft – als hätte jemand die Ministerin knapp davon abhalten können noch “und einen Facebook-Account” oder “und eine Twitter-Schulung” hinzuzufügen. Ja, es mag seltsam klingen, aber ich denke “e-mail” is noch immer sowas wie ein Buzz-Word in Österreichs Ministerien.
Auf jeden Fall macht diese Aussage den Eindruck, als würde man annehmen, Lehrer hätten gar keine e-mail Adresse oder adäquates technisches Equipment. Das mag für einige Lehrer zutreffen, aber die haben ganz andere Probleme als dieses “neumodische” Zeug.
Und dann .. bitte, was ist das für ein Angebot? Ich möchte, dass Du 2/4 Stunden länger arbeitest (bzw. auf den dafür zustehenden Lohn verzichtest), dafür richte ich Dir eine e-mail Adresse ein und borg Dir ein unbrauchbares (weil viel zu kleines) Notebook? Das klingt wie nach einem dieser berüchtigten Glasperlentauschgeschäfte, die ja angeblich in der Frühzeit der “Besiedelung” des amerikanischen Kontinents durch europäische Eroberer stattgefunden haben sollen.
Im Moment ist das von einer Win-Win-Verhandlungslösung weit entfernt.
Interessant eigentlich, dass Google und Youtube damit “groß” geworden sind, indem Sie urheberrechtlich geschütztes Material zumindest zugänglich, wenn nicht sich zu Eigen (Youtube-Musik-Videos, Google-Book-Search) gemacht haben.
Interessant auch das Argument in diesem Zusammenhang: “wer das nicht möchte, kann ja entweder an YouTube oder an Google schreiben bzw. mittels spezieller Dateien auf seinem Server verhindern, dass Google oder YouTube urheberrechtlich geschützte Inhalte nützen”. Nach dem Motto: Ich steig in Dein Haus ein, kopier deine Tagebücher, veröffentliche sie und mach Geld damit und wenns dir nicht passt: Du hättest ja was sagen können.
Aktionen für die mp3-tauschende Jugendliche im Schulhof schon mal von der Musikindustrie in den Ruin geklagt werden.
dass sich unsere Gesellschaft mehrheitlich einem Diktat von “Gewinnoptimierung”, “Effizienzsteigerung” und “Vermögenszuwachs” unterworfen hat?
Dass sich eine oder mehrere Generationen offenbar dem Lebensinhalt gewidmet hat/haben, das Wohlergehen eines virtuellen Wertes (Geld) in das Zentrum ihres Lebens zu rücken. Wäre es nicht irgendwie sinnvoller, das Wohlergehen der Menschen selbst zu optimieren, bevor man sich daran macht, virtuelle Konstrukte zu entwickeln, die sich mehr oder weniger im Bereich des Irrelevanten bewegen?
Wieso wird von Vielen eine (mehr oder weniger) bedingungslose kapitalistische Marktwirtschaft als Lösung aller bestehenden Probleme und als einzig erstrebenswerte gesellschaftliche Organisationsform angesehen? Wieso wird uns eigentlich immer das Mantra vom eigentlich egoistisch denkenden und damit nur durch die Marktwirtschaft zu zähmenden Menschen gepredigt?
Eine globale Abfeierung von Multimillionären, Superstars und Finanzgenies, die ihre 500 Millionen Euro teuren Villen voller Stolz den Boulevard-Magazinen präsentieren und überbezahlte Dampfplauderer, die mit ihren “Wenn Du es nur ganz ganz toll versuchst, schaffst Du auch alles, was Du dir vornimmst und wenn es nicht klappt, hast Du es dir eben nicht ernsthaft genug vorgenommen”-Bücher den Markt überschwemmen, haben zu einer Welt einer riesigen “Geiz ist Geil”-Mentalitäts-Spirale geführt.
In der ein Josef Ackermann, jener Chef der deutschen Bank, der offenbar die 330-fache Leistung eines Deutschen Bank Angestellten verrichten kann, wenn man Ackermanns jährliches Einkommen von Weiterlesen