In seiner Freizeit fremden Menschen bei der Arbeit zuzusehen hat etwas beruhigendes: Das spannende Leben von Nordseefischern oder von Streichholzdesignern zu verfolgen ohne seinen Fuß in die böse böse Welt zu setzen. Ein Hauch von rauher Wirklichkeit für den Sysadmin von heute.
Zwei Blogs erfreuen sich dabei erhöhter Beliebtheit, nämlich Der Shopblogger, in dem uns Björn Harste seines Zeichens Betreiber eines SPAR-Supermarkts in Bremen über seine Erlebnisse in eben diesem Markt berichtet. Wir erfahren über Ladendiebe, verwirrte Kunden oder neue Produkte und gehen schon mal verständnisvoller durch den nächsten Supermarkt – blinzeln sogar wissend einem Mitarbeiter zu, als wir gönnerhaft den Einkaufswagen zurückschieben.
Der zweite Blog ist jener von Torsten Bentrup, der in seinem Taxi-Blog schildert, welche interessanten Fahrgäste man als Fahrer begrüßen darf, ob Sexarbeiterinnen Trinkgeld geben und wann der Rekord in der Kategorie “Lautester Rülpser eines weiblichen Fahrgastes” gebrochen wurde. Logischerweise geht es hier etwas rauher zu als im heimeligen SPAR-Markt und man fühlt sich wie der einsame Trucker auf der Route 66, der mit einer kleinen Träne in den Augenwinkeln sein CB-Mikro an den Mund führt, um nicht in Gedanken an seine vergangene Jugendliebe …
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