Der Cop Frank Spivey kann gerade noch verhindern, dass ein offensichtlich Geistesgestörter eine Frau köpft, indem er ihn erschießt. Dessen letzten Worte sind “Jenifer” und damit ist die Frau auch schon eingeführt, die noch gefesselt neben ihm kauert.
Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass Jenifer ein bis ins Abartige verunstaltetes Gesicht hat, aber einen durchaus makellosen Körper. Spivey nimmt sich der offensichtlich stark verwirrten Jenifer an und bietet ihr im Haus seiner Familie Unterschlupf an.
Jenifer kann nicht sprechen und verhält sich mehr wie ein Tier denn wie ein Mensch. Es verständigt sich mit Grunzlauten und Gesten und ist einmal scheu und ein andermal agressiv.
Spivey, der die Tötung des Mannes offensichtlich nicht richtig überwinden kann merkt wie ihn die offenherzig, fordernde Sexualität Jenifers unvermeidlich anzieht. Das ändert sich auch nicht, als seine Ehefrau mit samt den Kindern auszieht, als sie bemerkt, dass Jenifer die Hauskatze zum Abendbrot verspeist.
Denn neben der Gier auf Sex zeigt Jenifer auch einen ausgeprägten Hunger auf Menschenfleisch und das entwickelt sich für Spivey, der trotz besseren Wissens nicht von Jenifer lassen kann, zu einem ausgewachsenen Problem. Er verliert seinen Job, wird vollends zum Säufer und zieht sich mit ihr in eine Hütte in den Wald zurück.
Das Ende ist dermaßen vorhersehbar, billig und millionenfach gesehen, dass es hier nicht verraten werden soll.
Wie in Cigarette Burns ist auch die schauspielerische Leistung mit Ausnahme von Carrie Anne Fleming grottenschlecht. Steven Weber als Frank Spivey nimmt man in keiner Szene den Selbstzweifler ab – er bleibt oberflächlich und unglaubhaft. Ganz besonders schlimm ist Spacey, Spiveys Cop-Kollege, der den Polizisten eher als überzeichneten italienischen Mafiosi spielt, denn als Gesetzeshüter – wohl zuviel Joe Pesci Filme gesehen.
Die Idee zur Story ist jedoch durchaus interessant. Das Tier in der Frau als Bedrohung und Verführung zugleich ist auch eines jener Ur-Themen, die spannend umgesetzt werden können. Man merkt aber Dario Argentos Problem mit dem sehr engen Zeitkorsett und so bleiben einige Storyelemente bestenfalls angerissen und nicht näher ausgearbeitet.
Insgesamt der schwächste der Filme aus der Masters of Horror-Reihe, die auf der heurigen Viennale gezeigt wurden.