Irgendwie scheint es mir, der ORF ist aufgrund seiner Identitätssuche in letzter Zeit noch wirrer unterwegs, als wir ihn kennen.
Unverständlich eigentlich, dass ein derart mit finanziellen, personellen und politischen Mitteln ausgestatteter Sender dermaßen dilletantische Arbeit abliefert.
Gerade war ein sich offensichtlich als “kritisch” verstehender Report-Beitrag zum Thema “Geheimdienste” zu sehen … die “Macher” waren jedenfalls hin und weg, dass die Geheimdienste keine näheren Auskünfte über ihr Tun im österreichischen Fernsehn verbreiten wollten. Wie unverständlich!
Wer macht eigentlich derartige Magazin-Beiträge? Praktikanten? Volksschüler? ORF-Zentrums-Besucher? Und natürlich halte ich jede Wette, wenn die interviewten Herren in dem Beitrag auskunftsfreudiger gewesen wären, hätten wir uns über einen “Nichts geheim bei den Geheimdiensten”-Beitrag freuen können.
Und nebenbei … wer bitte ist auf die Idee gekommen, im Wirtschaftsmagazin (!) des ORF das Thema Derivate von Handpuppen-Pinguinen im Stile der Sendung mit der Maus zu erklären? Traut man den Sehern dieses Magazins nicht zu, eine handpuppenlose Erklärung zu verstehen?
Irgendwie hatte ich früher ein Eindruck, beim ORF und seinen Machern ernster genommen zu werden .. jetzt scheint oberflächlichliche Unterhaltung, Kritik oder Dramatisierung im Vordergrund zu stehen.
Gleich kommt ein Beitrag zum Thema “Schweinegrippe” … 121 Fälle soll es in Österreich bislang gegeben haben .. ich befürchte Schlimmes …
[20 Minuten später ...]
Ahja, gefährlich ist das Virus deshalb, weil jeder “zum ersten Mal” davon betroffen wäre und weil er großen wirtschaftlichen Schaden verursacht, wenn so viele Leute krank sind … ich bin dafür, man sollten diesen Personen nichts von der “echten Grippe” erzählen …
Daran erkranken nämlich rund 380.000 Menschen .. und davon sterben zwischen 1.000 und 2.000 Betroffene … jährlich!
Schlimm was Sommerloch, Dramatisierungswahn und Pressesprecher von Pharmaunternehmen alles anrichten können …
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