Wieder mal darf der ORF vor den andy69.com-eigenen “Dilettanten”-Vorhang.
Im “Konsumentenmagazin Konkret” prüft die Sendung, ob Werbeversprechungen á la “zufrieden oder Geld zurück” von Unternehmen eingehalten werden. Dazu “testet” man Activia, Gröbi und Chiquitta und sendet die “Geld-zurück”-Anforderungszettel ein und wartet, ob das Geld tatsächlich rücküberwiesen wird.
Was folgt ist ein gefühlter 5 Minuten Bericht, der schildert, wie suspekt derartige Versprechen klingen und Passanten dürfen auf eine nicht hörbare Frage antworten, dass sie derartige Versprechungen ebenfalls nicht glauben. Eine Frage nach dem hinterhältigen Sinn derartiger Versprechen wird (offensichtlich) an die berühmt-berüchtigte Dr. Karmasin gestellt, die aber lieber erklärt, warum die Werbeaussage “reduziert Blähbauch” so griffig ist.
Chiquitta schreibt in den Teilnahmebedingungen zu ihrer Geld zurück-Anforderung, dass man dafür einen Wohnsitz in Deutschland benötigt. Selbstverständlich ist das für unsere motivierten Journalisten unfair und natürlich findet sich eine Anwältin, die auch dazu ihren Meinungssenf dazu geben darf und eine Sprecherin von Chiquitta Österreich darf dafür auch noch on air Abbitte leisten.
Dann .. innerhalb weniger Sekunden erfahren wir, dass 2 von 3 getesteten Unternehmen anstandslos bezahlt haben, Chiquitta mittlerweile auch und damit 100 % der eingesandten “Geld zurück”-Anforderungen positiv bearbeitet wurden.
Was übrig geblieben ist, ist ein Panikmacher-Reißer mit einer durchgehenden “Wir werden eh immer übers Ohr gehauen”-Stimmung.
Wie überhaupt in Konsumentenschutz-Sendungen derartige Tendenzen zu bemerken sind. Und das ist natürlich auch verständlich. Denn auch diese “Konsumentenschutz”-Magazine sind Produkte. Und auch diese Produkte müssen an den Mann gebracht werden. Und dabei hilft es natürlich, zu dramatisieren und Vorurteile zu bedienen. Die Macher dieser Magazine sind Dienstnehmer wie viele anderen auch. Und wenn Panikmache dazu hilft, den eigenen Job zu sichern, dann fallen in diesen Zeiten rasch die Hemmungen. Bietet der ORF eigentlich Geld-zurück-Garantien an?
Ahja, und all jene, die Angebote in Werbung und dergleichen sinnerfassend lesen können, sind deutlich im Vorteil. Selbst denken und nicht nach den selbsternannten Robin Hoods von cheesigen Konsumentenschutzmagazinen zu rufen, hilft auch.