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Frühstück in Wien

Ich muss eine meiner Leidenschaften bekennen, denen ich nur sehr eingeschränkt nachgehen kann. Nämlich “Frühstücken gehen”. Zumeist ist es ein Zeitproblem - allerdings nicht nur. Denn die Anzahl der Lokalitäten in Wien, die wirklich gutes Frühstück anbieten, das jenseits des Billig-Toastschinkens, Billig-Goudas, aufgebackener Hofer-Semmeln und eines nach mit Zigarettenstummeln versetzt schmeckenden Kaffees, ist nicht gerade hoch.

Ich möchte diesen Artikel dazu nützen, Empfehlungen für derartige Lokalitäten zu geben und zu sammeln. Es sind daher alle herzlichst eingeladen, ihre ganz persönlichen Tipps in den Kommentaren zu geben. Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert - deshalb: bookmarken und öfters reinschaun.

Und hier meine aktuellen Empfehlungen:

Das Oktogon am Himmel
Stimmt. Ein merkwürdiger Name. “Am Himmel” ist ein Gutshof und Park am Pfaffenkogel im 19. Wiener Gemeindebezirk und ob seiner schönen Anmutung vor allem von Familien ein gern besuchtes Ausflugsziel. Das Oktogon liegt in unmittelbarer Nähe des dort befindlichen Lebensbaumkreises, der verschiedenen Geburtsmonaten bestimmte Bäume zuordnet.

Das Frühstück zeichnet sich hier besonders durch das sehr reichhaltige und abwechslungsreiche Frühstück aus. So überrascht das Oktogon-Frühstück mit verschiedenen Schinken und Käse-Sorten, einem Mini-Müsli mit Joghurt, einem kleinen Salat, Marmelade und unterschiedlichem Gebäck.

Einziger Minuspunkt ist das hoffnungslos überforderte Personal, die selbst bei schwacher Auslastung mit dem Servieren nicht hinterher kommen. Stellenweise müssen sich Gäste das Essen selbst holen, falls sie nicht verhungern möchten.

Verbunden mit der Aussicht auf die Weinstöcke und die umgebende Landschaft ist das Oktogon auf jeden Fall ein Tipp, um sein Frühstück im Freien einzunehmen, sofern man genügend Geduld mitbringt.

Das berühmteste Schnitzel Wiens

Als Wiener Ureinwohner kommt man schon mal in die Nähe vom Figlmüller. Einem Lokal im Zentrum Wien, das nach eigenen Angaben “Das berühmteste Schnitzel Wiens” verkauft.

Kann man mir bitte sagen, wer diese Berühmtheit erhoben und woran sich diese festmacht? Nebenbei sollten sich Touristen, die es nun in die Wollzeile zieht, ins Gedächtnis rufen, dass Berühmtheit nichts über die Qualtiät aussagt. Der Duft französischer Pissoirs sollen ja auch berühmt gewesen sein.

Auf jeden Fall ist es erschreckend, dass ein mit einem Bröselteppich zu Tode gepresstes Kalbsschnitzel mit irgendeinem Superlativ bedacht wird. Vor allem sei den Herren in der dortigen Küche ins Kochbuch geschrieben, dass ein echt gutes Wiener Schnitzel souffliert zu sein hat. Dabei werden die Eier der Panier mit einer Gabel nur „schlampig“ verschlagen. Dieser Trick sorgt dafür, dass die Panier beim Backen schön aufgeht, „souffliert“.

Überhaupt erzählte mir ein Taxifahrer vor Kurzem, es gäbe nur ein Land, in dem man wirklich gute Wiener Schnitzel essen könne. Nämlich Israel.

Und da wir gerade beim Tourifallen-Bashing sind: Ich finde die originale Sachertorte beim Sacher unerträglich süß, der ich die Fließbandproduktion mit verbundenen Augen ansehe.

Mittelalterliches Liebesgedicht

Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn;
dû bist beslozzen in mînem herzen,
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost och immer darinne sîn.

unbekannte Dichterin

Bildungsauftrag

Im heutigen Schulfernsehen: Wiener Kaffee - Teil 1: Die Zubereitungsarten:

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