Beiträge in der Kategorie 'Aktuelles':
ORF-Dilletantismus

Kommt nur mir das so vor, oder wird das selbstfabrizierte Programm vom ORF nur noch dilletantisch heruntergenudelt?

Die Sendungsminuten, in denen Moderatoren oder “Anchor(wo)men” hilflos herumstottern, erscheinen mir erschreckend zuzunehmen. Spätestens nach dem dritten Satz in Folge gibts plötzliche Formulierungen, die keinerlei grammatischen Sinn mehr machen – gepaart mit merkwürdigen “Dramatisierungen”, um vermeintlichen Pepp in eine lahme Story zu bringen.

Sicher es gibt Ausnahmen, aber irgendwie kommt es mir so vor, als wäre dieses sinnlose Gestammel im Vormarsch. Ändern bitte. Danke.

Zeitansagenverbannung

Was macht man, wenn man in Österreich ein Telefon erstmalig in Betrieb nimmt und nicht jedesmal irgendwelche Freunde stören wollte um zu testen, ob der Anschluss funktioniert?

In Wien ganz einfach: Man wählt 1503 und wird mit der Zeitansage verbunden, die erklärt, dass es in 10 Sekunden 15 Uhr und 23 Minuten sein wird.

Dieses Service wollte die betreibende Telekom Austria abstellen, hat sich aber aufgrund von zahlreichen Sympathiekundgebungen dazu entschlossen, das Service mit einer neuen Sprecherin “aufzupolieren” und weiter zu betreiben. Ahja, und dann hat sich noch irgendein wirrer Geist dazu entschlossen, die Rufnummer selbst zu ändern. Statt 1503 darf man sich jetzt nämlich 0810 00 15 03 merken. Statt 4 Ziffern als 10. Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht.

Damit scheint die Zeitansage wohl in die Verbannung geschickt worden zu sein, denn die Anzahl der Zeitansagen-Anrufer, die sich 10 Stellen merken können/wollen oder überhaupt den Wechsel mitbekommen werden, wird nicht gerade hoch sein. So kann man auch Services einstellen, man schickt sie einfach in die Verbannung.

Franz Kafka – Der Proceß – Eine Theater-Annäherung

Weithin gilt Kafka als schwer zu vermittelnder aber nichtsdestotrotz bedeutender Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Eines seiner Hauptwerke, der Proceß, bietet Raum für psychologische, soziologische oder sogar biografische Interpretationen. Da es keine allgemeingültige Lesart dieses Romans gibt, hilft bei der umfassenden Auseinandersetzung mit dem Text ein anderer Zugang, der zur Änderung der Perspektive führt.

Und hier bietet sich gerade in Wien und demnächst auch in Mödling die Gelegenheit, die von Michael Schefts ausgezeichnet für das Theater dramatisierte und inszenierte Version von “Der Proceß” zu sehen.

… [weiterlesen ...]

Das SPÖ-Chaos

Ja, das Chaos in der SPÖ in Sachen Strachebilder geht weiter. Eine kurze Chronologie:

Von Strache tauchen Bilder auf, die ihm beim Wehrmachtsübungsgotchaspielen zeigen.

SPÖ-Chef Gusenbauer meint, er “möchte niemanden in Österreich, aus Dingen, die er in seiner Jugendzeit gemacht hat, einen Strick drehenâ€?. Wichtig wäre, wie er heute dazu steht.

SPÖ-Klubobmann Josef Cap springt mit der Aussage bei, es gäbe ja auch Filmdokumente über Joschka Fischer wie er auf einen Polizisten einschlägt.

Ein Aufschrei von SPÖ-Altvorderen (Vranitzky, Leon Zelman, …)

Bilder von Strache tauchen auf, die ihn bei einem Kühnengruß zeigen.

Rufe nach Distanzierung werden laut.

Strache gibt eine Pressekonferenz und gibt das ab, was er für eine Distanzierung hält und zeigt gleichzeitig ein Foto von Staatssekretär Finz (ÖVP) und einer Person, die dem Neonazi Küssel sehr ähnlich sieht.

SPÖ-Klubobmann Cap gibt darauf hin bekannt, dass sich Strache von Nationalsozialismus, Rassismus und Totalitarismus distanziert und sich zur Republik Österreich, Demokratie und Verfassung bekannt habe. Damit habe der FP-Chef für jene Klarheit gesorgt, welche die SPÖ eingefordert habe.

Gusenbauer noch am gleichen Tag zum “Kurier”: “Strache hat gestern die Gelegenheit versäumt, sich davon zu distanzieren.” Er findet daher die Erklärung des FPÖ-Chefs “nicht ausreichend”.

Gusenbauer noch am gleichen Tag zur “Zeit im Bild”: Der Vergleich der österreichischen Medienlandschaft mit dem (Nazi-Hetzblatt Anm. d. Verf.) Stürmer entwerte die Distanzierungserklärung Straches, die sonst in Ordnung gewesen sei.

Diese Verhaltensweise Gusenbauers unter Druck in Sachen Kommunikation ständig orientierungslos herumzurudern und diesen Umstand durch unqualifizierte Äußerungen auch noch gewissermaßen “herauszubrüllen”, ist offensichtlich eine ganz persönliche Schwäche unseres Bundeskanzlers, von der er nicht lassen kann.

Bei keinem Politiker kann man jenes Zitat deutlicher in Aktion sehen, das man gemeinhin Adenauer zuschreibt: “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern”.

Kriegt die SPÖ ihr Kommunikationsproblem nicht raschest in den Griff, dann dürfen wir uns auf weitere Fettnäpfchenweithüpfspitzenleistungen Gusenbauers gefasst machen. Und erschreckender Weise wird er dabei durch den ehemals cleveren “Politik-Fuchs” Cap unterstützt.

ÖVP startet Koalitionsabsprungsverhandlungen

Zumindest wenn man das aktuelle APA-Interview von Innenminister Platter (ÖVP) liest:

Die Frage, ob er die große Koalition als seine Wunschvariante angesehen habe, umschifft Platter: “Man muss auch sagen, die anderen Parteien haben sich selbst aus dem Rennen genommen.” Es sollte einen “Nachdenkprozess” einleiten, wie sich die Grünen verhalten hätten mit ihrer Weigerung in eine Regierung einzutreten. Ebenso sei es bei der FPÖ gewesen. Dann sei es darum gegangen, Neuwahlen zu vermeiden und da sei die Zusammenarbeit mit der SPÖ sinnvoll gewesen.

Damit steht nun offensichtlich ein Angebot im Raum.

Das Team der besten Köpfe

Vor mehr als 100 Tagen fanden in Österreich die Nationalratswahlen statt. Nach mehr oder weniger merkwürdigen Verhandlungen wurde am 11. Jänner 2007 die neue Regierung angelobt. Unter dem SPÖ-Kanzler Dr. Alfred Gusenbauer werden 14 Minister und 6 Staatssekretäre in einer großen Koalition von SPÖ und ÖVP die Geschicke dieses Staates lenken.

Gusenbauer fiel seinerzeit damit auf, bei der Übernahme der SPÖ-Führung, unkonventionelle Ideen umsetzen zu wollen. … [weiterlesen ...]

Neu bei andy69.com – Blogzeilen: Politik

Um diesem Blog (neben den regelmäßigen Titelbildern mit Österreichbezug) noch mehr Österreichisches, wenn nicht sogar Wienerischen Flair zu verpassen wird es (auch anlässlich der gestern stattgefundenen Vereidigung der Regierung) hier auch Beiträge zum Thema Politik geben.

Dafür wurde auch eine neue Kategorie (“Politisches”) eingeführt, die sich ganz konkret mit politischen Themen beschäftigen wird, die Österreich betreffen. Mal sehen, was dabei so alles durch die Tastatur flutscht.