Bitte welcher Idiot schreibt die Moderationstexte von Wien heute im Fernsehen?
“Nun ist Wien doch noch fast ein Cordoba geworden. Diesmal sind es allerdings die Spanier gewesen, die Deutschland rausgeworfen haben, sondern die Spanier”, stammelt Markus Pohanka in die Kamera (jetzt mal aus der Hüfte zitiert).
Bitte, in welchem Bewußtseinszustand fallen jemanden derartige Sätze ein? Erstens: Nicht alles, was hinkt ist ein Einvergleich, Zweitens: Verkrampfte Vergleiche sind peinlicher als hinkende und Drittens: Bitte hört endlich mit der Cordoba-Scheiße auf. Das Ding war vor DREISSIG Jahren. Gut, wir haben mal gegen Deutschland gewonnen, aber bitte was sagt das über den Zustand einer Nation aus, wenn sie nach 30 Jahren noch immer diesen Sieg zelebriert, als hätten wir den WM-Titel geholt? Würd mich interessieren, was passieren würde, wenn mal ein Mexikaner bei einem Weltcup-Ski-Rennen einen Österreicher überholt und das im Jahr 2038 noch immer den Österreichern aufs Brot geschmiert werden würde.
Nebenbei: Dieses Wien heute scheint eine Zielgruppe von 90plus zu haben. Diese Sammlung an Dilettantismus, Stehsätzen aus den 60er Jahren (peinlicherweise meistens falsch und sinnverdrehend wieder gegeben) und Inhalte á la “Katzen suchen ein Zuhause” oder “Blumenschmuck am Fenster wieder im Kommen” ist genau das, was ich mir von einer Informationssendung mit dem Fokus Wien nicht erwarte.
Also bitte, liebe Redaktion: geht von intelligenteren Zuschauern aus und hört auf mit Beitragsüberleitungen auf dem Niveau von Vorschulkindern.
Geht das nur mir so, oder ist die “österreichische” Version der Klingelton-Werbungen GANZ BESONDERS BESCHISSEN NERVIG????
Irgendein Sprecher versucht sich mit der österreichischen Jugend zu “connecten”, indem offensichtlich zufällig ausgewählte Worte im Österreichischen/Wiener Dialekt ausgesprochen werden. Das klingt dann in etwa so: “Für ‘Ich hab Dich lieb’ wähle W Ans … für ‘Bllllleeding Lav wähle W Fuchzähn’”. Arghhh …
Hört bitte sofort auf damit! Ich hoffe, die Kids schnallen, dass sich da irgendein Werbefuzzi diese Einschleimnummer ausgedacht haben, um sie noch mehr abzuzocken.
Grauslich …
ist für mich der Soundtrack von Ennio Morricone zu “The Mission” und hier vor allem das geradezu göttlich schlichte und schöne “Gabriel’s Oboe”. Hier dirigiert der Meister selbst:
Anscheinend doch - zumindest auf Youtube ;-)
Und das sind Jugenderinnerungen von mir ;-) Vielen Dank an Mister Austria, der drei Songs online gestellt hat.
Es ist doch bemerkenswert, wie viel Zeit und Mühe manche Leute darin investieren, sich auf “Ihrem” Desktop heimisch einzurichten. Da werden Bildschirmfarben, Themen und Hintergrundbilder ausgesucht, verworfen, empfohlen und von Installation zu Installation weiter getragen.
Gut, ich bin nicht der Tüftler und Tuner, aber ein hübsches Desktop Hintergrundbild muss schon sein … und eine geradezu überirdisch gute Sammlung von Hintergrundbildern in Auflösungen bis stellenweise 2560×1600 und auch für zwei oder drei nebeneinander gestellten Monitore findet man kostenlos bei http://www.mandolux.com/. Einfach rechts oben auf dieser Seite auf Archiv klicken.
Im Moment auf meinem Desktop: Der linke Teil von Blooming Cactus vom 10. 8. 2006.
Wer des Nächtens durch die Fernsehprogramme zappt, stößt neben unsäglicher Call-In-Shows, Telefon-Prostituierten und Bernd dem Brot auch hin und wieder auf abgefilmte Bahnstrecken, bei denen man gewissermaßen als Lokführer eine bestimmte Strecke abfährt. Diesen Bahn-TV-Sendungen wohnt eine ob ihrer Unkommentiertheit meditative Qualität inne, die insbesondere in der Nacht eine bestimmte Trägheit fördert und so für ein langsames Hineingleiten in den Schlaf sorgt.
Im Wiener Kabel-TV-Netz gibt es am Programmplatz des Senders “W24″, der eigentlich eine Art Infokanal mit kurzen News-Häppchen und nervigen animierten Moderator darstellt, von 22:00 bis 6:00 als eine Art Nachtschleife die Sendung “…Nachtschiene…”.
In dieser wird das Konzept des Bahn-TVs auf das Wiener Straßenbahn-Netz umgelegt. So kann man nun in der Nacht den Straßenbahnlinien 1 und 2 bei ihrer Fahrt rund um den Wiener Ring folgen und das ist ob der dort befindlichen Sehenswürdigkeiten und Begrüntheit durchaus einen Blick oder zwei wert. Angekündigt wurden bereits weitere Strecken wie die Fahrt mit der verlängerten U2 bis zum Ernst Happel-Stadion oder eine Fahrt mit der U4.
Ich denke, wenn man sich dazu entschließen kann, dieses Konzept auch auf Bus- oder Straßenbahnlinien auszudehnen, die in die Wiener Außenbezirke führen, ist das sicher nicht nur für Touristen interessant, sondern auch für alle Wiener, die Wien auch von einer anderen Seite kennen lernen wollen.
http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=10&cid=150423
Edit:
Und damit man sich vorstellen kann, wie das aussieht, hier folgendes YouTube-Video:
Kann sich noch wer an die KIKA Nachtschleife erinnern, wo Bernd das Brot versucht hatte, die Leute dazu zu bringen, abzuschalten? Weil es nämlich überhaupt nichts zu sehen gab! Sehr witzig.
Heute dreh ich um 0:50 den TV auf und sehe .. es gibt eine neue Bernd das Brot Nachtschleife “Die KiKa-Chill-Out-Lounge” mit Bernd als “Chill-Out-Coach” … Diesmal versucht ein ständig von der “Chill Out Lounge” stöhnender Sprecher “Fernsehn ohne alles” zum Entspannen an den Fernseh-Zuseher zu bringen … sehr sehr witzig :-)
Auch zu sehen eine farbige Milchglaslampe (”kostet soviel wie ein Kleinwagen und macht soviel Licht wie die Taschenlampe aus dem Yps-Heft”)! :-)
Dankenswerterweise hat jemand die Nachtschleife bei myvideo online gestellt :-)