Petition gegen die Stimmabgabe mit Wählgeräten

Als Österreicher bin ich da nicht wirklich betroffen, aber meine deutschen Leser möchte ich bestärken, folgende Petition zu lesen und gegebenenfalls zu unterzeichnen:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=294

Jeder der beruflich oder privat mit Computer zu tun hat, weiß, dass man die wirklich wichtigen Dinge nicht dem Computer überlässt. Und ich halte Wahlen - den ureigensten und direktesten Einfluss, den Bürger eines Landes auf die Regierung ausüben können - für so wichtig, dass man sie eben nicht dem Computer überlässt.

Natürlich, Wahlbetrug oder sagen wir Fehler bei der Auszählung passieren hin und wieder, aber sie bleiben aufgrund eines Vielaugenprinzips bei den Auszählungen im überschaubaren Rahmen bzw. sie werden leichter erkennbar.

Bits und Bytes die durch den Äther schwirren können sehr leicht verändert oder einfach “verloren” gehen. Jeder, den schon mal ebay angeschrieben hat, man möge seine Kreditkarten-Daten aktualisieren, weiß, von was ich rede. Und es gibt sie ja schon die kleinen Skandälchen in der öffentlich-rechtlichen Datenverarbeitung: Ein unbefugter Zugriff auf die Strafakte eines mißliebigen politischen Konkurrenten hier, ein freundschaftliches schönfärben von Aktenvermerken dort.

Man sollte dem Wunsch, 5 Sekunden nach Wahlschluss bereits der geifernden Medienmeute ein Endergebnis liefern zu können nicht nachgeben. Und es werden auch nicht mehr Leute wählen gehen - im Gegenteil: die Skepsis wird steigen, Personen, die mit Technik auf Kriegsfuß stehen bleiben außen vor.

In Österreich äußerte sich zu diesem Thema übrigens der Leiter der Abteilung für Wahlangelegenheiten im Innenministerium Robert Stein gegenüber dem ORF: “In Österreich sind Wahlcomputer in keiner Weise vorgesehen und auch nicht durch die Wahlordnung gedeckt.”

Hoffentlich bleibts so. Und “ihr Deutschen” unterschreibt bitte - denn der große Nachbar als Vorbild wäre in dieser Sache das Letzte, was wir brauchen.

Dieser Text steht unter folgender Creative Commons-Lizenz.


Besucher, die diesen Artikel gelesen haben, interessierten sich auch für





Diesen Beitrag kommentieren
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder, die e-mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

Name*
e-mail*
Website
Kommentar