Österreichischer Telemedialer Wahnsinn

Thomas Hornauer, ehemaliger 0190er-Nummer Betreiber und Masturbations-Filmer hat in Österreich offenbar die Lizenz erhalten, seinen schwindeligen Eso-"Sender" Kanal Telemedial zu betreiben.

Jetzt gibts viel zu diesem Thema zu sagen, aber dazu gibt es Berufenere (sehr amüsant übrigens). Aber wer mal in diesen bizarren Wahn- und Schwachsinn reinhören möchte, dem sei erstens heftigst dafür gratuliert und zweitens hier die Möglichkeit dazu gegeben.

Ahja, die Kommentare zum verlinkten Artikel sind sehr lesenswert :-)

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CNN fragt: Iran's Election Violence ...

... possible opportunity for US?

Und zwar in einem seiner vielen Inserts am unteren Bildrand.

Ich mein .. gehts noch???

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Zeitansagenverbannung

Was macht man, wenn man in Österreich ein Telefon erstmalig in Betrieb nimmt und nicht jedesmal irgendwelche Freunde stören wollte um zu testen, ob der Anschluss funktioniert?

In Wien ganz einfach: Man wählt 1503 und wird mit der Zeitansage verbunden, die erklärt, dass es in 10 Sekunden 15 Uhr und 23 Minuten sein wird.

Dieses Service wollte die betreibende Telekom Austria abstellen, hat sich aber aufgrund von zahlreichen Sympathiekundgebungen dazu entschlossen, das Service mit einer neuen Sprecherin "aufzupolieren" und weiter zu betreiben. Ahja, und dann hat sich noch irgendein wirrer Geist dazu entschlossen, die Rufnummer selbst zu ändern. Statt 1503 darf man sich jetzt nämlich 0810 00 15 03 merken. Statt 4 Ziffern als 10. Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht.

Damit scheint die Zeitansage wohl in die Verbannung geschickt worden zu sein, denn die Anzahl der Zeitansagen-Anrufer, die sich 10 Stellen merken können/wollen oder überhaupt den Wechsel mitbekommen werden, wird nicht gerade hoch sein. So kann man auch Services einstellen, man schickt sie einfach in die Verbannung.

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Konsumschützerboulevard

Wieder mal darf der ORF vor den andy69.com-eigenen "Dilettanten"-Vorhang.

Im "Konsumentenmagazin Konkret" prüft die Sendung, ob Werbeversprechungen á la "zufrieden oder Geld zurück" von Unternehmen eingehalten werden. Dazu "testet" man Activia, Gröbi und Chiquitta und sendet die "Geld-zurück"-Anforderungszettel ein und wartet, ob das Geld tatsächlich rücküberwiesen wird.

Was folgt ist ein gefühlter 5 Minuten Bericht, der schildert, wie suspekt derartige Versprechen klingen und Passanten dürfen auf eine nicht hörbare Frage antworten, dass sie derartige Versprechungen ebenfalls nicht glauben. Eine Frage nach dem hinterhältigen Sinn derartiger Versprechen wird (offensichtlich) an die berühmt-berüchtigte Dr. Karmasin gestellt, die aber lieber erklärt, warum die Werbeaussage "reduziert Blähbauch" so griffig ist.

Chiquitta schreibt in den Teilnahmebedingungen zu ihrer Geld zurück-Anforderung, dass man dafür einen Wohnsitz in Deutschland benötigt. Selbstverständlich ist das für unsere motivierten Journalisten unfair und natürlich findet sich eine Anwältin, die auch dazu ihren Meinungssenf dazu geben darf und eine Sprecherin von Chiquitta Österreich darf dafür auch noch on air Abbitte leisten.

Dann .. innerhalb weniger Sekunden erfahren wir, dass 2 von 3 getesteten Unternehmen anstandslos bezahlt haben, Chiquitta mittlerweile auch und damit 100 % der eingesandten "Geld zurück"-Anforderungen positiv bearbeitet wurden.

Was übrig geblieben ist, ist ein Panikmacher-Reißer mit einer durchgehenden "Wir werden eh immer übers Ohr gehauen"-Stimmung.

Wie überhaupt in Konsumentenschutz-Sendungen derartige Tendenzen zu bemerken sind. Und das ist natürlich auch verständlich. Denn auch diese "Konsumentenschutz"-Magazine sind Produkte. Und auch diese Produkte müssen an den Mann gebracht werden. Und dabei hilft es natürlich, zu dramatisieren und Vorurteile zu bedienen. Die Macher dieser Magazine sind Dienstnehmer wie viele anderen auch. Und wenn Panikmache dazu hilft, den eigenen Job zu sichern, dann fallen in diesen Zeiten rasch die Hemmungen. Bietet der ORF eigentlich Geld-zurück-Garantien an?

Ahja, und all jene, die Angebote in Werbung und dergleichen sinnerfassend lesen können, sind deutlich im Vorteil. Selbst denken und nicht nach den selbsternannten Robin Hoods von cheesigen Konsumentenschutzmagazinen zu rufen, hilft auch.

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Abendland in Christenhand

verkündet ein Plakat der wahlwerbenden FPÖ hier in Wien. Zum Einen wegen der anstehenden Europawahl und zum Anderen als "Vorbereitung" für einen Wiener Landtagswahlkampf, der wohl zu den heftigsten der vergangenen Jahre zählen wird.

Nebenbei ist sich dann auch noch H. C. Strache (der ehemalige Gebiss-Schnitzer und jetzige Parteiobmann der FPÖ) nicht zu blöd, Anleihen beim verblichenen Helmut Zilk zu nehmen und auch noch "mahnend" ein Kreuz in die Kamera zu halten, um die "Werte des Abendlandes" zu verteidigen. Sowas geht auch nur im erzkatholischen Österreich. Wo anders versucht man vom Staat aufgezwungene religöse Symbole (Kreuze in Schulen z. B.) zurück zu nehmen - bei uns ruft Strache den Gottesstaat aus.

Natürlich will man bei den Recken der FPÖ das ganze nicht klerikal sondern politisch/kulturell verstanden wissen. Und natürlich hat das überhaupt nix mit Hetze gegen irgendwelchen anderen Kulturen/Religionen zu tun.

Also ... ich verwahre mich strikt dagegen, die (meine) europäisch/westliche/demokratische/aufgeklärte Kultur unter den Sammelbegriff "Christliche Kultur" zu packen. Ich halte die Vorstellung, dass die gestalterischen Kräfte in diesem Teil der Welt durch ihr "Christsein" definiert werden für zutiefst bedenklich. Ich würde sie lieber denkend, offen, kreativ und demokratisch wissen, was Christen zwar nicht automatisch ein- aber auch nicht ausschließt.

Und nebenbei find ich es irgendwie sehr süß, wie sich H. C. Strache als Kreuzritter des Abendlandes definiert. Ob die etwa halbe Milliarde Einwohner der EU jemals schon was vom Don Quichote aus Wien gehört haben?

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Neulich bei Niavarani

Nur Deppate und Waaache wählen H.C. Strache

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Perfektionitis

Kann man mir bitte erklären, warum überall "Perfektion" als erstrebenswertes Ziel verkauft wird?

Da ich in letzter Zeit häufig in der Nacht arbeite, läuft zwecks "Background-Noise" im Hintergrund der Fernseher und da kommt man des öfteren zu Shopping-Kanälen, die mir dauernd verkaufen möchten, dieses oder jenes Produkt würde zu *perfekten* Pommes Frittes, Oberschenkelglattheit oder Grillergebnissen führen. Eben läuft eine Folge von Heston Blumenthals "Auf der Suche nach dem perfekten Genuss" und hier wird das Wort "perfekt" geradezu inflationär gebraucht.

WARUM um alles in der Welt? Erstens: Wahre Perfektion ist bei allem, was Menschen herstellen gar nicht möglich. Und der Anspruch, Perfektion erreicht zu haben, sorgt immer dafür, dass man vom tatsächlichen Ergebnis enttäuscht wird.

Und zweitens und vor allem ist Perfektion doch gar nicht erstrebenswert, denn es sind doch gerade die nicht perfekten Dinge, die das Spannende hervorbringen, die für neue Inspirationen sorgen.

Ich kann mir nur vorstellen, dass dieser "Perfektionskram" irgendwann mal von einem "cleveren" Marketing-Texter kreiert wurde.

Wenn Blumenthal einfach nur "die spannendste Schwarzwälder Kirsch Torte" machen würde, würde sie vermutlich auch besser schmecken.

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